Abschied von Marc Schmidt

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Jens O. Mehner
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Abschied von Marc Schmidt

Beitrag von Jens O. Mehner »

Leider ist mein alter Weggefährte Marc Schmidt am vergangenen Donnerstag völlig unerwartet im Alter von nur 44 Jahren verstorben. Er war sicher einigen von Euch als einer der Gründer und Macher von mo87.de zumindest virtuell und vielleicht vom mo87-Treffen in Fulda persönlich bekannt.

Marc und ich kannten uns seit annähernd zwanzig Jahren, als wir beide im 1/87 Vehicle Club aktiv waren, aus dessen deutschen Treffen sich das mo87-Treffen entwickelte. Wir sahen uns regelmäßig zur Spielwarenmesse und klönten über Gott und die Welt, fachsimpelten quer durch die Branche, lästerten auch mal ein bisschen und nahmen manche Termine gemeinsam wahr.

Marc hat in der Welt der zivilen 1/87-Modelle viel bewegt und angeregt, aber nicht nur diese Lücke wird er hinterlassen, er wird seinen Angehörigen, Freunden und Bekannten auf viele Arten fehlen. Er hatte eine sehr positive, mitreißende Art, war ein verlässlicher Kamerad und ein Genussmensch, der gutes Essen ebenso wie einen passenden Tropfen stets zu schätzen wusste.

Lass Dich ordentlich bekochen, wo Du jetzt bist, ich vermisse Dich

Jens O.
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Lieber Stoff vor dem Mund als einen Zettel am Zeh.

Information not shared is information lost.

1/87er, die feinmotorisch flinke Elite des Modellbaus.
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Andreas Kaluzny
Beiträge: 244
Registriert: So 21. Dez 2014, 21:33

Re: Abschied von Marc Schmidt

Beitrag von Andreas Kaluzny »

Ich poste hier meinen Text aus dem Forum Mo87, verlinken geht leider nicht.

Ich erinnere mich an unsere gemeinsamen Termine in HH in irgendeinem Restaurant,
bei dem wir ausgiebig dem Genuß gefrönt haben, wenn Du Dir, viel zu selten, Zeit
genommen hast, dich neben dem Hobby und leider vor allem der Arbeit den schönen
Dingen des Lebens zu widmen.
Für Dich waren das das Reisen und die kulturellen und kulinarischen Wunder, die die
Welt zu bieten hat. Unvergessen unser schweißtreibender Spaziergang im Museum
Hombroich im Anschluß an Schloß Dyck. Die beste Ehefrau von allen war schwer beeindruckt,
sowohl vom Museum als auch von Dir, und das will was heißen.

An solchen Abenden an der gedeckten Tafel waren maximal die ersten fünf Minuten dem
Thema Modellauto oder allem damit mehr oder weniger Verbundenem gewidmet, der Rest
gehörte Gott und der Welt.
Mehr als einmal wurden wir dezent darauf hingewiesen, daß es zwar keine Sperrstunde, aber
einen berechtigten Wunsch der Mitarbeiter nach Feierabend gab, dem wir bitte entsprechen
mögen. Wie das so ist, wenn noch so viel Welt überbleibt, die noch besprochen werden möchte.

Leider hast Du dich davon gemacht, bevor wir das zu Ende bringen konnten, mein Freund.

Mach's gut, wo immer Du jetzt sein magst, und grüß die anderen. Und freue Dich darauf,
jetzt von Bocuse und Escoffier persönlich bekocht zu werden und mit all den anwesenden
Künstlern über ihre Werke sprechen zu können. Auch, wenn Du das sicher noch hättest
abwarten wollen. Du wirst mir fehlen.

Andreas
Auch Spontanität will gut überlegt sein
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