Jens O.: Grund- und Spezialwerkzeuge

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Jens O. Mehner
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Jens O.: Grund- und Spezialwerkzeuge

Beitrag von Jens O. Mehner » So 4. Mär 2012, 14:19

Teil1: Grundwerkzeuge

Oder zumindest das, was ich dafür halte. Eines vorweg: Es gibt Bereiche, in denen man sich durchaus mit günstigen Werkzeugen eine Weile behelfen kann, langfristig sind etwas teurere und qualitativ hochwertige natürlich sinnvoller (und auch bei denen kann man den Sparfuchs rauslassen). Ich habe z.B. sowohl eine Grundausstattung Excel-Messer (baugleich mit X-Acto, aber bessere Qualität) mit mehreren Griffen, ich habe aber auch ein paar Baumarkt-"Specials", die ich mitnehme, wenn ich auf Reisen baue.

Fangen wir an mit der Unterlage, denn den Küchentisch der Gattin sollte man nicht verunstalten. Ich habe sowohl eine Glasplatte, die als Küchenschneidebrett verkauft wird und dann eine "selbstheilende" Schneidematte, die man sich bereits für kleines Geld im Baumarkt schießen kann:

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Klebergrundausstattung, mit verdünntem Weißleim kann man übrigens Klarsichtteile sehr gut verkleben, da er klar auftrocknet:

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Sekundenkleber besorge ich mir aus dem Industriebedarf, da gibt es mindestens vier verschiedene Typen vom sehr dünnflüssig bis Gel, ich zahle für 20gr. EUR 1,95 + Porto, da ich meist mehrere Flaschen bestelle, liege ich bei etwa 2,45/20gr.

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Eine alte Nagelfeile und -schere, eine Pinzette und ein Messer mit Wechselklingen reichen für den Anfang.

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Schleifpapier in verschiedenen Körnungen (große Bögen kaufen, kleinere herausschneiden), Spachtelmasse und Zahnstocher als Auftrag- und Modellierhilfe.

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Eigentlich schon fast ein Spezialwerkzeug, aber so vielseitig und günstig, daß es zur Grundausstattung gehören sollte, ist das Schleif- und Polierset von Artmaster, das ich unter http://www.network54.com/Forum/483149/m ... +Artmaster vorstelle und von dem Frank Ruppolt seine Erfahrungen unter http://www.network54.com/Forum/181015/m ... ngsbericht berichtet, ich möchte es nicht mehr missen.

Säge, mir reicht meistens die für den Wechselgriff, gelegentlich brauche ich zusätzlich eine Eisensäge für Zinkdruckguß oder die Wechselsägen für das Bastelmesser.

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Verdünner unterschiedlicher Herkunft, der Inhalt ist ziemlich gleich, man kann auch solchen aus dem Baumarkt nehmen.

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Bei Pinseln sollte man auch am Anfang nicht sparen, denn von einem guten Pinsel hat man bei guter Pflege sehr lange etwas, ich nehme Künstlerpinsel sowohl mit Rotmarder- als auch Synthetikhaar, letzteres ist etwas haltbarer und für unsere Zwecke ebenso geeignet wie Rotmarder.

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Ein paar Zangen, Seitenschneider und dergleichen braucht auch jeder, wobei der Großteil meiner Zangen schon spezielle sind, die mir im Laufe der Jahre von wohlwollenden Zahnärzten und -technikern überlassen wurden.

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Die linke läßt sich arretieren, die obere ist perfekt zum Draht biegen, die rechte ist wie eine gewöhnliche Zange

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Großansicht des Biegezangenkopfes

Diverse Schneider, von den beiden linken hat einer einen abgewinkelten Kopf. Das größere Werkzeug rechts hilft gerne beim Abtrennen von Angußblöcken, leider hat sich mein Dremel vor Jahren verabschiedet und immer wenn ich vor der Entscheidung stand, ob ich neue Modelle oder einen neuen Dremel kaufe, haben die Modelle gewonnen. ;)

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Diverse Bohrer, die ebenfalls u.a. einen Dremel ersetzen, rechts ein Bastelmesser mit Mikrobohrer, da müßte aktuell ein 0,5mm-Bohrer drin sein.

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Das waren die Werkzeuge und Hilfsmittel, die meines Erachtens zur Grundausstattung gehören.
Ich war dabei, als Retro noch neu hieß...

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Jens O. Mehner
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Beitrag von Jens O. Mehner » So 4. Mär 2012, 14:25

Teil 2: Spezialwerkzeuge

Dann mache ich gleich mal weiter mit einem unverzichtbaren Hilfsmittel für Spaltenschließer, Modelleure, Umbauer usw.: Milliput, eine Zwei Komponenten-Spachtel- und Modelliermasse, die es in verschiedenen Körnungen gibt. Ich beziehe es immer via eBay aus England, da es dort inklusive Porto 2 Euro weniger kostet als das billigste deutsche Angebot ohne und Bezahlung via PayPal ist ebenfalls problemlos.

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Feilen, Feilen, Feilen, einmal Nadel- und einmal Schlüsselfeilen:

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Poliersticks aus dem Nagelverschönerungszubehör, die kann man sich im 1 Euro-Shop kaufen und zur Vorpolitur von Klarsichtteilen oder Bemalungen nutzen, so halten die Artmasterpolierblöcke länger.

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Draht (hier 0,1 mm), Folie von der Weinflasche und Evergreen-Polystyrolelemente sollte man auch immer in diversen Sortierungen im Hause haben, wenn es an Umbauarbeiten geht:

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Diverse Pinzetten, die untere funktioniert umgekehrt und öffnet sich bei Druck.

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Einen alten Pinsel zum Farbmischen und ein Stück einer Kette (bekannt von der Erkennungsmarke oder aus dem Klempnerbedarf) zum Wiederbeleben alter Farben, in meinem Fall zuletzt eine mangelhaft verschlossene 20 Jahre alte Dose Humbrol "Sky Type S".

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Einen Kreisschneider, den kann man teuer von Olfa oder günstiger von Pearl haben, beide kommen mit Ersatzklingen.

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Feine Bohrer in kleinen Größen, da die dünnen dazu neigen, schnell abzubrechen, empfiehlt sich eine gewisse Vorratshaltung.

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Kanülen in verschiedenen Stärken, z.B. zur Darstellung von MG-Rohren:

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oder in Verbindung mit Einwegspritzen, um verdünnte Spachtelmasse oder Kleber in schwer zugängliche Ecken zu bringen

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Scharniertrinkhalme für Rohre, Schaschlikspieße für alles Mögliche und Holztupfer zum Polieren diverser Farben, denn die fusseln nicht so wie Q-Tips (die man aber auch immer am Basteltisch haben sollte).

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Mullbinden für Tarnnetze oder erste Hilfe beim Bastelmesserunfall.

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Ein Skalpell mit Wechselklingen leistet gute Dienste, insbesondere wenn man mit Figuren arbeitet, da man ein anderes Schneidegefühl als mit dem Bastelmesser hat.

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Weiterer Draht sowie diverse Angelschnüre, aus denen man hervorragend Stahlseile machen kann.

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Billig-Tip: Drahtverschlüsse aufheben, nachdem man die Plastikhülle entfernt hat, erhält man einen biegsamen, praktischen Draht.

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Farbloses Nähgarn, mit dem man Antennen bei Flugzeugen, Abspannseile und dergleichen mehr herstellen kann:

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Diverse Hilfsmittel für die Decalanbringung:

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Mattlack und Flüssigmaske (da gibt es auch Maskol von Humbrol, aber das habe ich gerade bestellt)

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Micro Kristal Kleer, eine Weißleim-ähnliche Flüssigverglasung

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Zum Entfernen von Aufdrucken oder alten Farbaufträgen nehme ich "Easy Lift-Off" von Polly S, das muß man sich meines Wissens leider in den USA besorgen:

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Dies war ein Überblick über meine Spezialwerkzeuge, soweit man sie sich auch überall besorgen kann.
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